Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen


1936 errichtete die SS am Stadtrand von Oranienburg das Konzentrationslager Sachsenhausen. Als Modelllager in unmittelbarer Nähe Berlins nahm Sachsenhausen eine Sonderstellung im System der Konzentrationslager ein. Hier befand sich auch die Verwaltungszentrale der SS für sämtliche Konzentrationslager. Bis 1945 waren im KZ Sachsenhausen mehr als 200.000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert, Zehntausende kamen durch Hunger, Krankheiten, Zwangsarbeit und Misshandlungen um oder wurden Opfer von systematischen Vernichtungsaktionen. Etwa 3.000 im Lager zurückgebliebene Häftlinge erlebten am 22./23. April 1945 die Befreiung durch sowjetische und polnische Soldaten.

Von 1945 bis 1950 befand sich im Kernbereich des ehemaligen Konzentrationslagers das sowjetische Speziallager Nr. 7 / Nr. 1. In den Baracken wurden durch den sowjetischen Geheimdienst erneut 60.000 Menschen inhaftiert, etwa 12.000 von ihnen starben an Hunger und Krankheiten.

1961 wurde die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen eröffnet, die seit 1993 Bestandteil der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten ist. Seit 2006 steht die internationale Jugendbegegnungsstätte „Haus Szczypiorski” für mehrtägige Lernangebote zur Verfügung.

Derzeit 10 Dauerausstellungen zu verschiedenen Aspekten des historischen Ortes (jüdische Häftlinge, „Alltag” der Häftlinge, Medizin und Verbrechen, Mord und Massenmord, Stadt und Lager, KZ Oranienburg, Geschichte der Gedenkstätte, sowjetisches Speziallager), Sonderausstellungen.

Anschrift

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Straße der Nationen 22
D-16515 Oranienburg

Tel: +49(0)3301-200-0
Besucherdienst / Anmeldung: +49(0)3301-200-200
Fax: +49(0)3301-200-201
Archiv: +49(0)3301-200-300
Bibliothek: +49(0)3301-200-301

E-Mail: besucherdienst(at)gedenkstaette-sachsenhausen.de
Internet: www.gedenkstaette-sachsenhausen.de

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Bahn:
Regionalbahn RE 5 ab Berlin-Hbf. bis Bhf. Oranienburg (Fahrtzeit ab Berlin Hbf. 25 Min.)
S-Bahn-Linie S 1 (Wannsee-Oranienburg) bis Bhf. Oranienburg (Endstation; Fahrtzeit ab Bhf. Berlin Friedrichstraße 50 Min.)
Regionalbahn RB 12 ab Berlin-Lichtenberg bis Bhf. Oranienburg (Fahrtzeit 30 Min.)
Buslinie 804 (stündlich) Richtung Malz bis zur Gedenkstätte vom Bahnhofsvorplatz
oder
ausgeschilderter Fußweg (20 Min.)

PKW / Bus:
Berliner Ring (A 10) bis Abfahrt Birkenwerder; Richtung Oranienburg und auf der ausgeschilderten Strecke zur Gedenkstätte

Fast alle Museen und Ausstellungen verfügen über einen behindertengerechten Zugang.

Öffnungszeiten:
15. März bis 14. Oktober: täglich 8.30 - 18.00 Uhr
15. Oktober bis 14. März: täglich 8.30 - 16.30 Uhr

Montags sind die Museen, das Archiv und die Bibliothek geschlossen. Die Open-air-Dokumentation „Mord und Massenmord im KZ Sachsenhausen” , der Gedenkort „Station Z” sowie das Besucherinformationszentrum sind geöffnet.

Archiv und Bibliothek: dienstags bis freitags von 9.00 - 15.30 Uhr

Preise:
Der Eintritt ist frei.

Angebote des Pädagogischen Dienstes sind kostenpflichtig.
Gruppenführungen/Projekttage bis max. 15 Pers.: 15 Euro
Gruppenführungen/Projekttage bis max. 30 Pers.: 25 Euro
Bei fremdsprachigen Führungen wird ein Aufschlag von 25 Euro erhoben.