Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide

In Schöneweide befindet sich das letzte in Berlin noch weitgehend erhaltene ehemalige NS-Zwangsarbeiterlager. Während des Zweiten Weltkriegs gehörte es zu den mehr als 3.000 über das Stadtgebiet verteilten Sammelunterkünften für Zwangsarbeiter. Das Lager wurde ab 1943 im Auftrag des „Generalbauinspektors für die Reichshauptstadt“ für über 2.000 Arbeitskräfte in der Nähe großer Rüstungsbetriebe errichtet und umfasste 13 Unterkunfts­baracken aus Stein. Hier waren zivile Zwangsarbeiter und Zwangs­arbeiterinnen verschiedener Nationalitäten, italienische Militärinternierte sowie weibliche KZ-Häftlinge untergebracht.


Im Sommer 2006 wurde auf einem Teil des heute denkmalgeschützten historischen Geländes das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit eröffnet. Von den vorhande­nen sechs Baracken wurden bisher zwei als Ausstellungs- und als Seminargebäude umgebaut. Der Ausstellungs-, Archiv- und Lernort, eine Abteilung der Stiftung Topographie des Terrors, wird kontinuierlich weiterentwickelt. Bereits ständig zu sehen sind Informationen zur Geschichte des Lagers. Hinzu kommen wechselnde nationale und internationale Gastausstellungen zur Geschichte der NS-Zwangsarbeit, ergänzt durch Begleitveran­staltungen, Führungen und weitere pädagogische Angebote.

Anschrift und Öffnungszeiten

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide
Britzer Straße 5
12439 Berlin

Tel.: +49-30-63 90 28 80
Fax: +49-30-63 90 28 82 9
E-mail: schoeneweide(at)topographie.de
Internet: www.topographie.de/schoeneweide

Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr
Eintritt frei
Führungen, Seminare und Workshops für Schulklassen und Erwachsene nach Vereinbarung

S-Bahnhof Berlin-Schöneweide, dann 10 Minuten Fußweg
Bus 160 oder 167, Haltestelle Britzer Straße